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Nordic Walking - Sport für's ganze Jahr

Flottes Wandern mit zwei Stöcken oder, vornehmer ausgedrückt, Nordic Walking hat in kürzester Zeit viele Fans gewonnen.

Es ist einfach zu lernen, für jeden geeignet, birgt kaum Verletzungsrisiken und hat einen ausgezeichneten Trainingseffekt auf den ganzen Körper.

Rechte Hand und linker Fuß nach vorne, dann linker Fuß und rechte Hand - falsch machen  können Sie nichts.

19.01.04 - Nordic Walking, die neue Trendsportart aus Finnland, war ursprünglich das Sommertraining für Spitzenathleten des Nordischen Skisports. Mittlerweile jedoch haben Ärzte und Sportwissenschaftler daraus ein einfaches, aber wirksames Fitnesstraining entwickelt, das sich für jeden eignet, unabhängig von Alter, Geschlecht und Kondition. Nordic Walking ist ein flottes Gehen, bei dem zwei Stöcke eingesetzt werden. Das macht es zu einer Sportart, die besonders für den Winter geeignet ist, denn die Stöcke geben zusätzlichen Halt bei unebenem oder eisglattem Untergrund.

Der Stockeinsatz entlastet zudem die Wirbelsäule und schont Hüft-, Knie- und Fußgelenke. Für Übergewichtige ist diese Sportart ideal als Einstieg in ein fitteres Leben, aber auch für alle, die Knie- und Rückenprobleme haben, ist Nordic Walking besonders empfehlenswert. Auch viele Läufer, die schon gut im Training sind, finden Gefallen an Nordic Walking. Zum einen bringt diese Sportart Abwechslung, zum anderen beste Kondition.

Durch die Armbewegungen ist Nordic Walking vielseitiger als dynamisches Gehen ohne Stöcke. Trainiert werden nicht nur die Beine, sondern der ganze Körper. Die Oberkörpermuskulatur wird gestärkt, Arme und Schultern gelockert, der Nacken entspannt sich. Bei richtiger Technik bewegen Sie über 600 Muskeln! Der Körper wird von Kopf bis Fuß durchgewalkt Und so geht es: Fuß mit der Fersenaußenseite aufsetzen, Knie dabei leicht gebeugt lassen, um den Aufprall abzufedern. Den Fuß dann über die ganze Sohle abrollen. Die Stöcke werden locker gehalten, nah am Körper geführt und setzen jeweils gleichzeitig mit der gegenüberliegenden Ferse auf. Der rechte Stock berührt also den Boden, wenn die linke Ferse aufsetzt und umgekehrt. Sie sehen: Schwer zu lernen ist es nicht!

Falls Sie aber noch Zweifel haben, ob Sie es richtig machen, und vielleicht auch ein bisschen Motivation brauchen, um den inneren Schweinehund zu überwinden, können Sie auch in einer Walking-Gruppe trainieren. Fragen Sie bei Ihrer örtlichen Volkshochschule oder dem nächstgelegenen Sportverein nach! Ideal ist es, drei- bis viermal die Woche eine halbe Stunde zu trainieren. Länger als eine Stunde am Stück sollten Anfänger sich nicht abverlangen. Merke: Sanfter Sport stärkt das Immunsystem – Überlastung hingegen schwächt es.
Erst wenn Sie merken, dass Ihr Pensum Sie kaum noch anstrengt, und Sie sich deutlich unterfordert fühlen, können Sie mit einer schnelleren Walk-Geschwindigkeit und längeren Strecken Ihr Training etwas verschärfen.

Noch einen Vorteil bietet Nordic Walking: Wenn Sie schon etwas mehr Kondition haben, können Sie fließend auf Skilanglauf (schneller, schwieriger und schweißtreibender) oder auf Nordic Walking mit Schneeschuhen umsteigen. Das Walken mit Schneeschuhen ist sehr anstrengend, aber Sie haben damit die Möglichkeit, in völlig unberührte Winterlandschaften vorzustoßen, die weder mit Skiern noch zu Fuß (und schon gar nicht mit dem Auto) erreichbar sind. Ein faszinierendes Naturerlebnis!

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